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Webdesign4. Juni 2026·3 Min. Lesezeit

Baukasten, WordPress oder Agentur? So finden Betriebe den richtigen Weg

Drei Wege führen zur Website und alle drei können richtig sein. Ein ehrlicher Vergleich von Kosten, Zeitaufwand und dem, was am Ende dabei herauskommt.

Baukasten, WordPress oder Agentur?

Das Wichtigste in Kürze

  • Baukästen sind günstig und schnell eingerichtet, stoßen aber bei lokaler Sichtbarkeit, Geschwindigkeit und Eigentum an Grenzen.
  • WordPress in Eigenregie ist flexibel, verlangt aber laufend Zeit für Pflege, Updates und Sicherheit, die im Betriebsalltag selten übrig ist.
  • Die Agentur lohnt sich, sobald die Website Anfragen bringen soll statt nur zu existieren, entscheidend ist der Wert eines Neukunden.
Moderne Website im Browserfenster

Die ehrliche Vorfrage: Was soll die Website leisten?

Bevor es um Anbieter geht, gehört eine Frage geklärt: Soll die Website nur existieren, Adresse, Öffnungszeiten, ein paar Fotos für Leute, die Sie ohnehin schon kennen? Oder soll sie Kunden bringen, gefunden werden, überzeugen, Anfragen produzieren? Wer voll ausgelastet ist und nur über Empfehlungen arbeitet, braucht eine digitale Visitenkarte. Wer wachsen will, braucht ein Werkzeug. Die Antwort entscheidet über den Weg.

Weg 1: Der Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace & Co.)

Für 10 bis 30 € im Monat klicken Sie sich an einem Wochenende eine Seite zusammen, ohne Technikkenntnisse, mit fertigen Vorlagen. Für die reine Visitenkarte ist das völlig in Ordnung.

Die Grenzen zeigen sich später: Die Vorlagen sehen aus wie tausend andere Seiten, beim lokalen SEO und beim Tempo setzt die Plattform die Schranken, und mit jeder Zusatzfunktion steigt die Monatsgebühr. Der größte Haken ist das Mietmodell, kündigen Sie den Vertrag, ist die Website weg. Nach fünf Jahren haben Sie mehr bezahlt als für eine solide eigene Seite, besitzen aber nichts.

Steigende Google-Rankings mit plus 240 Prozent Sichtbarkeit

Weg 2: WordPress in Eigenregie

WordPress ist das meistgenutzte Website-System der Welt: mächtig, erweiterbar, und die Seite gehört wirklich Ihnen. Wer Freude an Technik hat, kann damit sehr weit kommen.

Die ehrliche Rechnung steht auf der Zeitseite: Theme auswählen, Plugins verstehen, Texte schreiben, und danach dauerhaft Updates, Backups und Sicherheit im Blick behalten. Anfangs sind das Wochenenden, danach jeden Monat ein paar Stunden, zuverlässig, nicht „wenn mal Luft ist“. In unseren Website-Checks sehen wir das häufigste Ergebnis dieses Wegs: die engagiert gestartete, dann verwaiste Seite, veraltet, langsam und ungepflegt.

Weg 3: Die Agentur

Der teuerste Weg und der einzige, bei dem Sie Strategie, Design, Texte, SEO und Technik aus einer Hand bekommen, während Sie Ihrem eigentlichen Geschäft nachgehen. Was das realistisch kostet, haben wir transparent aufgeschrieben: ab etwa 2.500 € für den professionellen Einstieg.

Ob sich das rechnet, hängt an einer einzigen Zahl: dem Wert eines Neukunden. Bei einem Auftragswert von 3.000 € refinanziert ein einziger zusätzlicher Auftrag pro Quartal die ganze Investition. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten: schriftlicher Festpreis, Design vor der Hauptzahlung, und die Website gehört am Ende Ihnen.

Entscheidungshilfe in drei Fragen

  1. Sollen Neukunden über Google oder Antwort-Suchmaschinen kommen? Wenn ja, scheidet der Baukasten praktisch aus, lokale Sichtbarkeit ist seine schwächste Disziplin.
  2. Haben Sie ehrlich drei bis fünf Stunden pro Monat für Pflege übrig? Wenn nein, wird Eigenregie-WordPress zur tickenden Baustelle.
  3. Was ist Ihnen ein Neukunde wert? Ab einigen hundert Euro pro Auftrag rechnet sich professionelle Arbeit schneller, als die meisten vermuten.
Die Frage ist nicht, was die Website kostet, sondern was ein verlorener Auftrag kostet.

Häufige Fragen zum Thema

Für Betriebe, die voll ausgelastet sind und nur eine digitale Visitenkarte mit Adresse, Öffnungszeiten und ein paar Fotos brauchen. Sobald Neukunden über Google kommen sollen, stößt der Baukasten an seine Grenzen.

Sie sind gemietet: Wer kündigt, verliert die komplette Website. Dazu setzt die Plattform die Grenzen bei Sichtbarkeit, Ladezeit und individueller Gestaltung.

Ja, sobald ein Neukunde mehrere hundert Euro wert ist: Dann refinanziert sich eine professionelle Website oft schon über wenige zusätzliche Aufträge pro Jahr.